Auf dieser Seite werden brisante Fragen in der Diskussion um die Rechtsfortbildung des Urheberrechts auf dem Gebiet der bildenden Kunst
thematisiert und nach und nach diskutiert.

  • Die Privatkopie von Werken, die lediglich als Unikat existieren oder typischerweise nur als Unikat veräußert werden (§ 53 Abs. 1 UrhG)                                                                             
  • Die Trennung von Sacheigentum und geistigem Eigentum und ihre Auswirkung auf die Beteiligung bildender Künstler/innen am demokratischen Kommunikationsprozeß im Funktionszusammenhang der Kunst- und Meinungsfreiheit (§ 44 UrhG, Art. 5 GG)
  • Die Reduzierung der Wahrnehmung von Werken der bildenden Kunst auf die körperliche Verwertung und ihre Auswirkung auf den Schutz der Urheber/innen in ihren geistigen und persönlichen Beziehungen zu ihrem Werk (§§ 15 Abs. 1, 16-17, 11 S. 1 UrhG)
  • Die angemessene Beteiligung von bildenden Künstler/innen an der Nutzung ihrer Werke in öffentlichen Ausstellungen und/oder im privaten Kontext (§ 11 S. 2 UrhG)
  • Die angemessene Beteiligung von bildenden Künstler/innen an Presseabdrucken ihrer Werke (§ 11 S. 2 UrhG)
  • Das Recht auf Anerkenntnis der Urheberschaft bildender Künstler/innen durch die Nennung ihres Namens im Kontext von Vervielfältigungen ihrer Werke
  • Die grundrechtsbeschränkenden Schrankenregelungen des Urheberrechts: Das Urheberrechtsgesetz sieht in den §§ 45 ff. gesetzliche Lizensen vor. Das ist eine wichtige Einbruchstelle für staatlichen Zwang gegenüber Urhebern. Das Ausschlußrecht des Urhebers wird in einem Teil der Vorschriften (§§ 53 ff.) zu einem bloßen Vergütungsanspruch herabgestuft, so dass eine Nutzung ohne Zustimmung des Urhebers erfolgen kann. Sie bleibt nur vergütungspflichtig. Weitergehend ist jedoch diejenige Regelung, die das Ausschlußrecht des Urhebers praktisch völlig beseitigt. Das ist etwa dann der Fall, wenn Vervielfältigungsstücke eines Werkes in Verfahren vor einem Gericht oder einer Behörde benötigt werden (§ 45 Abs.1) oder noch weiter gehend betreffend die Vervielfältigung von Bildnissen zu Zwecken der Rechtspflege bei Berichten und Behörden.